Gästebuch: Für Echos sind wir sehr dankbar.

31 Einträge auf 4 Seiten

Wolfgang Nixdorf

05.04.2018
00:06
Liebe Familie Merbt
Durch einen Bastelfreund bin ich auf Ihre Seite gekommen .
Sehr schön, wie Ihr dem Martin damit ein bleibendes Andenken gemacht habt.
Es gibt wenige Bücher, die ich von Anfang bis Ende aufmerksam gelesen habe, aber diese gehören dazu .
Auch mich hat der Martin infiziert.
Mit 5 habe ich einen Volksempfänger bis ins kleinste geschrottet ,weil Erwachsene sagten, dass da drin kleine Männchen sitzen, die Musik machen .
Mit 7 oder 8 schenkte man mir dann das Buch, mit Radio, Röhren und Trsnsistoren .
Ab da wurde ich schlauer. Und so toll für Kinder und Jugendliche geschrieben.
Später bekam ich auch das mit Logbuch.....
Das erste kam mir später leider abhanden.
Aber mit 63 habe ich mir alle noch mal gekauft.
Müssten ja im Grunde 4 Bücher sein ,da ich auch den Titel mit Radio ,Röhren und Lautsprecher habe.
Habe dieses Handwerk nicht gelernt, aber die Faszination macht es.
Und ich kann mich noch mal schön in die Jugendzeit zurück versetzen.
Schade, dass das Reprint nicht mehr lieferbar ist.
Eine weitere Auflage wäre doch sicher immer noch der Renner.
Ja und wenn ich die Biografie von Martin lese, schade, dass er nicht mehr lebt !

Hagen Grob

26.02.2016
21:34
Ich bin ehemaliger Thüringer aus Eisfeld und war damals Stammkunde unserer Stadtbibliothek. Eines Tages im Jahre 1971 fielen mir die Bücher von Martin Selber in die Hände. "Mit Radio Röhren und Transistoren", "Mit Logbuch, Call und Funkstation" und "Mit Spulen, Draht und Morsetaste". Obwohl ich damals gerade die erste Klasse beendete, fesselten mich solche Bücher bereits unheimlich. Mit noch nicht ganz 8 Jahren baute ich mein erstes Röhrenradio mit einer EF80. 1972 vermittelte meine Mutter ein Treffen mit dem Stationsleiter der Klubstation DM4BK des VEB Carl Zeiss in Eisfeld. Ich lernte Klaus Pfrenger (DM4BK/DM2DBK) und Artur Tautz (DM4VBK) kennen (siehe auch FUNKAMATEUR 9/1979 - "Klubstation mit Ableger"). Als absolut jüngstes Mitglied begann ich nun als Zehnjähriger 1974 meine Amateurfunkausbildung mit Morselehrgang. Artur, das "Technik-AS", hatte auch volles Verständnis für mein Interesse an der Röhrentechnik und schenkte mir zwei EF12k zum Aufbau eines 0-V-1 nach der Bauanleitung von Martin Selber im zweiten genannten Buch. Mit 16 Jahren begann ich in Zella-Mehlis beim VEB Robotron-Elektronik meine Ausbildung als Elektroniker (Mechaniker für Datenverarbeitungs- und BÜromaschinen) und war natürlich auch bald in der Klubstation der BBS Robotron dabei. ... Ich mache jetzt einen Zeitsprung in das Jahr 1986. Damals war ich Betriebsmechaniker im VEB Mikroloektronik "Anna Seghers" in Neuhaus/Rwg., das auch unter "Röhrenwerk Neuhaus" bekannt war, wurde aber dann im selbigen Jahr zur NVA eingezogen. Während meiner Zeit als Unteroffiziersschüler im FID kam ich mit der in der DDR lebenden Nichte des bekannten Diether Krebs zusammen und so zog ich nach Magdeburg, wo sie zu dieser Zeit studierte. Eines Tages kam ich auf die Idee, mit dem Moped die Schauplätze der geheimnisvollen Funkstation in Hohendodeleben aufzusuchen. Gegenüber der Kirche fand ich das alte Backsteingebäude der Grundschule und ausgerechnet um diese Zeit kam mir ein älterer ergrauter Herr mit Brille entgegen, bei dem ich mich nach der geheimnisvolle Funkstation erkundigte. Es war Herr Erich Müller! Ich berichtete kurz, warum ich nach der alten Schule schaute und so sagte er: "Ja die alte Station ist längst kaputt. Aber Sie können gerne den Martin Merbt in Domersleben besuchen! Der freut sich! Ihn haben schon viele besucht, die durch seine Bücher zum Amateurfunk oder zu ihrem Beruf gekommen sind". Ich ermittelte im Telefonbuch die Rufnummer von Martin Merbt, der unter dem Pseudonym "Martin Selber" bekannt ist und handelte mit seiner sehr freundlichen Ehefrau einen passenden Termin aus. So überraschte ich Martin mit einem kleinen Präsent und stellte mich vor. In der Stube berichtete er davon, dass er schon viele Besucher hatte und es auch für ihn interessant ist, dass es zumeist erfolgreiche Menschen waren, die durch seine Bücher inspiriert wurden. Er berichtete mir, dass er gerade seinen letzten Roman beendet habe und auf der Suche nach einem Verleger wäre. Wenn er erzählte, da hatte ich das Gefühl, seine Stimme schon einmal gehört zu haben, als ich seine Bücher las. Darauf angesprochen schmunzelte er und sagte: "Ja, das ist einfach so gekommen und ich mache das nicht bewusst. Ich schreibe eben schon immer so." Und Viele hätten ihm das auch schon angemerkt. Ich schaute mich um. In der Ecke der Stube stand ein Klavier. "Sie spielen Klavier?", fragte ich. "Ja, ich habe sogar ganze Kantaten geschrieben!", sagte er stolz und das bewies mir wieder einmal, dass es das zweite Hobby vieler Radiobastler oder Allrounder passender Weise ist, ein Instrument zu spielen. Ich spielte ja auch seit meinem 6. Lebensjahr Klavier. Martin berichtete auch darüber, wie ihm der Stasi nachstellte und welchen Schock es ihm versetze, als er BStU-Akteneinsicht beantragte und 5 Ordner präsentiert bekam. Alle Treffen auch mit westdeutschen Verlegern an der Autobahn waren dokumentiert. Aber er bezog auch Stellung dazu wie sich das wiedervereinigte Deutschland für ihn zeigt. Er prägte einen Spruch, den ich sehr gut nachvollziehen kann: "40 Jahre DDR haben es nicht geschafft, mich einen Kommunisten werden zu lassen! Jetzt DIE schaffen das!".
Ich habe auch "Ete" Müller wieder besucht und von jenem Nachmittag bei Martin berichtet. ... Jetzt wieder ein Zeitsprung. 1997 lernte ich Janet aus Magdeburg-Ottersleben kennen und dann kam eines Tages heraus: Erich Müller war in Hohendodeleben Klassenleiter ihrer Mutti, die aber leider schon 1978 verstorben ist. Ihr Onkel Dirk hatte Erich Müller als Musiklehrer (wie war das doch mit den Interessen Funk + Musik?). Nachdem ich beobachtete, dass die eingangs genannten Bastelbücher von Martin Selber in eBay für bis zu 68 DM gehandelt wurden, kam ich auf die Idee: Man müsste doch ein Reprint dieser Bücher herstellen können! So habe ich mir von Erich Müller das Geschenkexemplar mit Widmung von Martin ausgeliehen, eingescannt und mit Texterkennungssoftware druckreif aufgearbeitet. Als Nächstes wollte ich mir "Mit Spulen, Draht und Morsetaste" und "Mit Radio, Röhren und Transistoren" vornehmen. Auf der Suche nach einem Unternehmen dafür wurde mir der Bernhard-Hein-Verlag aus Dessau bekannt, der bereits einige Bücher reprintet hat.
Ich verabredete einen Termin mit Bernhard Hein, damals noch in der Elisabethstrasse in Dessau und brachte meine bereits druckfähig aufgearbeitete Version "Mit Logbuch, Call und Funkstation" auf CD mit, die ich auch durch mühevolles Nachbearbeiten der Zeichnungen aus zuvor vergilbten Kopien wiederhergestellt habe. Er war sofort begeistert. So entstand in weiterer Zusammenarbeit des Verlages mit Pauschalarbeitskräften und einem hervorragenden Scan-Equipment für die weiteren Bücher das Projekt "3 in 1".
Das Buch, in welchem alle drei Bastelbücher vereint neu aufgelegt wurde, wurde nahezu ein Bestseller, wie vorauszusehen war.

Martin hat zeitlos geschrieben und in den Geschichten um die Arbeitsgemeinschaft in dem Buch "Mit Spulen, Draht und Morsetaste" spürt man das ländliche Bördeklima, die Sommersonne und die Begeisterung der Jugendlichen.

Als Bernhard Hein sich 2006 um die Nachdruckrechte bemühte, war Martin leider indessen verstorben. Als ich 2006 zu einerm Arbeitvermittler nach Domersleben fuhr, der in unmittelbarer Nachbarschaft des Grundstückes von Martin Merbt sein Büro hatte, da wurde ich auf eine Unmenge Blumen vor dem Hause aufmerksam.
Als ich nach dem Vorstellungsgespräch vom Arbeitsvermittler heraus kam, schaute ich - Böses ahnend genauer nach Nebenan und erfuhr: Martin war verstorben! Ich war schockiert!

Dass ich Martin Selber noch zu Lebzeiten persönlich kennenlernen durfte, war eine glückliche Fügung. Und diese Geschichte ist eine Novelle, die das Leben schrieb. Wie mir Herr Hein versicherte, konnte er von der hinterbliebenen Ehefrau des Schriftstellers die Genehmigung zur Neuauflage erhalten und so wurde der Wunsch Vieler, denen seine Bücher so viel bedeuteten, erfüllt.
Die Gespräche von jenem Nachmittag meines Besuches bei Martin habe ich nicht vergessen und mir so Vieles mit auf den Weg gegeben. Seine Bücher bleiben ein Andenken und lassen die Erinnerung an die Zeit, wie auch bei mir alles angefangen hat, immer wieder wach werden. Erinnerungen wie ein Kindheitstraum, Erinnerungen an die kindliche Begeisterung und Unbeschwertheit, wie ein Refugium, ein beruhigendes Innehalten der Gedanken in einer von Stress geprägten Zeit.

Gerald  Labudde

24.02.2016
17:40
Auch bei mir war es der Martin Selber, der schuld daran war, daß ich mich dem interessanten Hobby verschrieben habe.
1969 bekam ich von meinem Onkel Fritz das Buch "MMit Spulen, Draht und Morsetaste" zu Weihnachten.
Ein Buch zum Lesen eben aber dabei blieb es nicht.
IIrgendetwas aus diesem sollte und mußte nachgemacht werden.
Das Kohlekörnermikrofon sollte es sein.
Das Material fand sich im elterlichen Haushalt.
Eine Zündholzschachtel
eine Wäscheklammer
ein Stück Fliegengaze
etwas Alu-Folie
eine Stabbattetrie
sowie Kohlekörner
Ich habe auch alles so gemacht, wie es im Buch stand. Mein Mikrofon funktionierte aber nicht.
Waran mag es gelegen haben?
Als ich dann mit meinen, damals 9 Jahren "die Hosen stramm gezogen" bekam, wußte ich, das es mit dem Brikettkrümeln aus dem Keller nicht klappen kann. Für den Dreck, den ich gemacht habe, gab es diese schmerzhafte Belehrung.
Dem Hobby bin ich aber heute noch treu und der Detektor aus dem Buch hat dann auch mehr Freude gebracht.

Gruß
Gerald aus Schwerin

Manfred Jung

19.02.2016
17:27
Im Funkamateur erfuhr ich wer mich mein Leben lang beeinflusst hat.Mein erstes Elektronikbastelbuch erwarb ich 1965 als 13 jähriger in der POS Erfurt Büchervorstellung,,Mit Radio,Röhren u. Transistoren,,.Seither bin ich Elektronikbastler. Beruf:­Fernmeldemonteur,­Fernmeldeanlagenelektron­ikermeister.­Hobby:­Funkamateur.­Selbst nun 63 jährig bin ich als Servicetechniker(­Reparatur)­ für Veranstaltungstechnik tätig. Ich sage Danke M.Jung

Michael Braun

10.11.2015
22:55
Die Bücher die Sie schrieben sind für Kinder sehr gut geeignet.
Zwar habe ich nie das Buch bekommen (Mit Radio, Röhren und Lautsprecher). Aber wenn es genau so it wie das wo ich habe, kann ich nur sagen Gut Gemacht !

Uwe Benke

06.04.2012
18:18
ich möchte mich ausdrücklich einmal bedanken, dass für alle Martin Selber Fans, die Lektüre eines unveröffentlichten Buches kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Das ist sehr großzügig und nicht unbedingt selbstverständlich. Zudem ist es eine hervorragende Arbeit.

Anna-Elisabeth Heilmann

20.03.2012
19:16
Liebe Waltraud, lieber Hans-Peter,
Hut ab, die Hompage habt Ihr wirklich fein hingekriegt. Eberhards Erbe bestand aus 27 Büchern von Martin. Diese Bücher haben in meinem Regal einen Ehrenplatz. Gerne erinnere ich mich an den Besuch bei Euch.

Frank Siegert

09.02.2012
21:01
...vor Tagen, bin ich um 36 Jahre in meiner Kindheit zurück versetzt worden, als ich ein Buch in den Händen hielt: "Mit Spule, Draht und Morsetaste"
Es war die Literatur, die mein späteres Leben sehr beeinflusst hat - Hobby und Beruflich.
Nun bin ich auf der Suche nach diesem Buch und werde es garantiert auch bekommen und wieder und wieder lesen!
Gruß aus McPomm
Frank

Undine  Kreibich

08.02.2012
21:53
Liebe Waltraud, lieber Klaus-Peter, habe es heute endlich geschafft, in eure Homepage zu schauen und interessiere mich für "Gnostika". Habe ich die ersten Kapitel schon verpasst? Eure Idee finde ich gut. Und das, obwohl Martin alles von Hand gemacht hat. Weiter so!
Liebe Grüße Undine

Lothar W. Sack

04.02.2012
18:39
Sehr geehrter Herr Merbt,

seit fast 60 Jahren bin ich im Besitz der Bücher Ihres Vaters "Mit Spulen, Draht und Morsetaste" und "Mit Radio, Röhren und Lautsprecher". Als Junge konnte ich sie fast auswendig aufsagen.

Durch sie bin ich und einige Jahre später ist mein Sohn zum Amateurfunk gekommen. Und heute wurden sie zufällig am Telefon von meinem Enkelsohn erbeten.

Wenn drei Generationen von den selben Büchern lernen, müssen sie exzellent sein.

Mit freundlichem Gruß
Lothar W. Sack

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